Schweiz und Südafrika wollen Beziehungen verstärkenDie Schweiz und Südafrika wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter verstärken. Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard und ihr südafrikanischer Kollege Mandisi Mpahlwa sehen vor allem im Energiebereich Potenzial, wie sie am Donnerstag nach einem Treffen in Bern bekannt gaben. Der südafrikanische Handels- und Industrieminister Mpahlwa ist am Mittwoch mit einer Wirtschaftsdelegation in die Schweiz gereist und hat das erste Treffen des Schweizerisch-Südafrikanischen «Gemischten Wirtschaftskomitees» eröffnet. Dieses wurde vor einem Jahr bei einem Besuch Leuthards in Südafrika initiiert. Es soll den privaten Sektoren der beiden Länder bei Investitionen im jeweils anderen Land behilflich sein. Das Treffen habe gezeigt, dass vor allem bei der Infrastruktur allgemein und insbesondere im Bereich Energie noch Potenzial bestehe, sagte Leuthard. In seinem Land sei die Energiesituation zur Zeit kritisch, fügte Mpahlwa an. «Wir müssen mehr Energie produzieren». Auch bei alternativer Energie wie Solarenergie sehe er Möglichkeiten für Schweizer Firmen. Das Gemischte Wirtschaftskomitee soll deshalb entsprechend aktiv werden. Mpahlwa betonte, die Investition von grossen und bekannten Schweizer Firmen in seinem Land sei nicht nur von direktem Nutzen, sondern sei auch ein wichtiges Zeichen an die internationale Wirtschaftswelt. Die Schweiz ist der fünftwichtigste Investor in Südafrika. Auf der Rangliste der Handelspartner hat sie sich innert zwei Jahren von Platz zwölf auf Platz sieben vorgearbeitet. Südafrika andererseits ist für die Schweiz der bei weitem wichtigste Exportmarkt auf dem afrikanischen Kontinent. Leuthard und Mpahlwa befassten sich an ihrem Treffen auch mit weltwirtschaftlichen Themen wie den hohen Nahrungsmittelpreisen, dem hohen Ölpreis oder der Doha-Runde. Das beste Mittel gegen die Nahrungsmittelkrise sei, mehr Nahrungsmittel zu produzieren, sagte Mpahlwa. Die Regierungen müssten die Rahmenbedingungen schaffen, um dies zu ermöglichen.
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